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Sooo, endlich mein erster Eintrag über meine Zeit hier in Padang Indonesien.
Nach drei langen Flügen bin ich Samstagabend endlich angekommen und die Flüge selbst waren schon Abendteuer genug :-)
Als ich Abends ankam und aus dem Flughafen in die schwüle Hitze trat (die Hitze ist wirklich furchtbar hier!), wartete leider noch niemand auf mich. Ayank (meine "Managerin" vor Ort) wollte mich mit dem Taxi abholen, aber ich musste erst noch ein wenig warten. Natürlich kamen gleich dutzende Männer auf einen zu, die einen irgendwo hinbringen wollten, aber die Zeit ging rum und dann kam Ayank (ungefähr ein Kopf kleiner als ich -juhuuu- ;-) ) und los ging die Fahrt im Taxi...Hier herrscht Linksverkehr und als wenn das nicht schon verwirrend genug wäre, fährt man hier auch nicht ganz so gesittet wie in Deutschland. Aber mit dem Taxi geht das noch soweit ganz gut.
Die ersten 3 Nächte habe ich dann in Ayanks Haus verbracht. Sie hat mir mit ihrem Motorbike - hier gibt es deutlich mehr Motorroller als Autos - die Stadt gezeigt und es ist wirklich ALLES anders hier. Die Häuser sind klein und bunt, die Straßen sind dreckig und es herrscht seeehr viel Verkehr, wobei jeder fährt wie er will, vor allem die Motorräder und die Angkots. Angkots sind kleinere Busse, die festgelegte Runden fahren. In ihnen ist Platz für etwa 8 Leute, aber meistens sitzen etwa 15 drin :-D . Außerdem sind meistens große Lautsprecher verbaut, aus denen unentwegt Musik tönt, sodass es unmöglich ist, sich zu unterhalten. Wenn man aussteigen will, muss man "Kiri" rufen und der Wagen hält. Sehr gewöhnungsbedürftig!
Meinen größten Kulturschock erlebe ich hier eindeutig in den "Badezimmern". Hierbei handelt es sich um kleine Räume mit einem Becken, in das Wasser gefüllt werden kann und nebendran ein Loch im Boden als Klo. Zum Duschen wird einfach Wasser mit einem kleinen Eimer geschöpft und fürs Klo gibt es kein Toilettenpapier -.- Die ersten Tage waren wirklichs seeehr gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich an alles.
Schlimm ist es hier mit den Stechmücken. Die mögen mich hier viiel zu sehr und man kann hier nicht ohne Decke schlafen, auch wenn es eigentlich viel zu warm ist. Auch nachts wird es nicht wirklich kühl, vielleicht 25 Grad oder so.
Woran ich mich auch noch gewöhnen muss, ist das Essen, vor allem das Frühstück. Hier gibt es zu jeder Tageszeit nur Reis und dazu irgendeine Sorte Fisch oder Fleisch. Zum Frühstück finde ich das immer noch furchtbar, aber es muss gehen ;-)
Vorgestern hatte ich mein erstes Gericht, dass ich nur mit den Händen gegessen habe: Reis (was sonst?) mit einre scharfen Soße, Hähnchenkeulen und Salat. Das wiederum macht Spaß, ich glaub es sieht nur nicht grad geschickt aus bei mir.
Am Montag war ich dann das erste Mal in dem Waisenhaus, in dem ich arbeiten werde. In ihm wohnen ausschließlich Mädchen, ich würde sagen sie sind zwischen 3 und 14 Jahre alt. Als ich dort ankam, war ich wirklich überrascht, wie gut die Kinder schon Englisch sprechen können, die vorherigen Praktikanten haben wirklich gute Arbeit geleistet. Die Kinder sind wirklich süß, sehr aufgeschlossen und sehr wissbegierig. Aber das Leben für sie dort ist wirklich nicht einfach und viele von ihnen haben vor ihrer Zeit im Waisenhaus schlimme Erfahrungen gemacht. Es macht wirklich Spaß, ihnen etwas beizubringen und mit ihnen zu spielen. Mit mir arbeiten dort noch 2 andere Trainees, Eileen und Erena aus China und Japan.
Gestern habe ich zum ersten Mal zwei deutsche Trainees getroffen, die schon etwa 4 Wochen hier sind. Es war schön, mal wieder mit Leuten aus der Heimat zu quatschen und ich hoffe wir machen noch einiges zusammen.
Seit Dienstag bin ich bei meiner richtigen Gastfamilie, meine Gastschwester ist auch bei AIESEC und heißt Amel. Ihre Famile ist wirklich sehr nett und ich fühle mich wohl hier. Sie hat zwei Schwestern und einen Bruder. Ich schlafe mit Amel und einer ihrem kleinen Schwestern in einem Zimmer, aber das ist hier normal, Privatsphäre gibt es hier nicht so viel ;-)
Heute muss ich das erste Mal alleine den Weg zum Waisenhaus finden und allein Angkot fahren. Ich hoffe, das wird. Aber learning by doing!
Heute Abend findet meine Wilkommens-Party statt, da werde ich noch mehr Trainees aus den unterschiedlichsten Ländern treffen.
Soo, das wars erst Mal... war genug nachzuholen!
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sabine lampert Hey Mel... hab grad herzlich gelacht über deine neuen Erfahrungen über das Leben in Indonesien....werde weiterhin begeistert deine Berichte lesen und wünsch dir noch ganz viel neue Eindrücke und Erlebnisse in diesem Land.. ich denk an dich..bussy mum
Wolfgang Lampert Hey Meli, ganz toll von dir die interessanten Berichte zu lesen - ich bin sehr froh, dass du gut angekommen bist und dich wohl fühlst. An die örtlichen Gegebenheiten, Bräuche und Sitten wirst du dich sicher schnell daran gewöhnen (auch dein Magen) :-) Wünsche mir noch ganz viel Neuigkeiten von dir - auf die ich sehr gespannt bin. Nun wünsche ich dir viele schöne Tage und tolle Erfahrungen. Ich denke jeden Tag an dich - pass auf dich auf. Ganz liebe Grüße von Inge - Wir haben dich lieb - Bussi Paps und Inge