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Letzten Mittwochabend habe ich bei Lisas Gastfamilie geschlafen, weil ihr Gastbruder uns Donnerstagmorgen zum Flughafen fahren wollte, denn unser Flug nach Kuala Lumpur ging frühmorgens. Wir sind dann auch pünktlich gestartet und waren schließlich um 10 Uhr morgens in Kuala Lumpur. Der Flughafen ist leider ziemlich außerhalb, deshalb nochmal 1 Stunde Fahrt im Taxi, dann waren wir endlich an unserem Hostel angekommen. Unsere Unterkunft war wirklich toll, natürlich einfach (was will man für 8€ pro Nacht mit Frühstück erwarten), aber sehr modern eingerichtet und die Leute vom Hotel sehr hilfsbereit. Es gab normale Duschen und Toiletten und unser Zimmer hatte eine Klimaanlage, das reicht, um uns nach 6 Wochen Padang glücklich zu machen :-D Wir sind dann gleich los die Stadt erkunden. Wir wohnten direkt in Chinatown, sodass uns unser erster Weg in die Jalan Petaling führte, einem Einkaufsparadies für günstige gefälschte Markenklamotten, Taschen, Schuhe, Uhren, Sonnenbrillen, usw... Nach nicht mal 5 Minuten hatte ich mein erstes Teil erstanden :-D Und ich habe über das Wochenende wirklich unglaublich viel eingekauft, das geht in dieser Stadt einfach viel zu gut! Auf den Märkten ist natürlich handeln das A und O, aber das haben wir mittlerweile ganz gut drauf, das sind wir schon aus Padang gewohnt, da wird auch jeder Preis direkt verhandelt.
Es gibt die günstigen Einkaufmöglichkeiten wie eben Chinatown oder Central Market (perfekt um Souvenirs zu kaufen) oder eben die gehobenere Einkaufsstraße und Shopping-Malls, in denen von Prada über Gucci usw. alles zu finden ist. Schön anzuschauen, aber nicht unsere Preisklasse :-D
Von einer der Shopping-Malls führt direkt ein Glastunnel zu den Petronas Twin Towers, das Wahrzeichen Kuala Lumpurs. Sie sind mit 370 Metern die höchsten Twin Towers der Welt und wirklich sehr beeindruckend. Es gibt den Petronas Park mit einem riesigen Wasserspiel, das Nachts in allen möglichen Farben leuchtet, und von dem man einen super Blick auf die Towers hat.
Wir sind auch auf einen der Tower hoch gegangen, war zwar nicht ganz billig, aber sein Geld wert. Man macht zwei Stopps, zunächst auf der Höhe der Verbindungsbrücke zwischen den zwei Towern, etwa Stockwert 42, und danach geht's dann ganz hoch hinaus auf Stockwerk 83. Der Ausblick war spektakulär, man kann die ganze Stadt sehen, und auf unserer Höhe waren sogar schon die ersten Wolken. Hiernach haben wir uns die Tower noch bei Nacht von draußen angeschaut (siehe Foto).
Außerdem waren wir noch in einem Schmetterlingspark. Man wurde von hunderten Schmetterlingen umschwirrt, aber die aufs Bild zu bekommen, war nicht so einfach.
Die Stadt hat mir einfach unglaublich gut gefallen, da sie wirklich multikulti ist. Man findet Menschen aller möglichen Religionen, buddhistische Mönche kommen einem in der U-Bahn entgegen, Inder in langen Gewändern sieht man genauso wie Europäer, Australier, Chinesen, usw...
Es gibt Hindu-Tempel, Moscheen und Kirchen, moderne Hochhäuser und alte, traditionelle Häuser. Das Essen ist auch unglaublich gut, überall findet man Stände auf der Straße mit kleinen Kuchen oder ähnlichem, echt lecker! Mittlerweile hab ich auch keine Angst mehr, was an Straßenständen zu essen, ich war bis jetzt noch kein einziges Mal krank, obwohl ich alles mögliche gegessen und getrunken habe. Die meiste Zeit haben wir aber doch mit Shoppen verbracht an diesem Wochenende, das hatten wir mal wieder nötig nach unserer Zeit in Padang. Die Zeit in Kuala Lumpur war wie Urlaub für uns, ich muss sagen, langsam bin ich ziemlich gestresst von den ganzen Leuten, die einem auf der Straße immer hinterherrufen, dich anstarren usw...in Kuala Lumpur hatte man das nicht, war sehr entspannt. Ich wäre am liebsten die letzte Woche dageblieben, aber wir mussten ja leider wieder zurück nach Padang. Unser Flug zurück ging am frühen Sonntagmorgen, sodass wir schon wieder früh in Padang waren. Hier hatten wir dann Probleme mit unserem Visa. Wir wussten nicht, dass das Visum nur zur einmaligen Einreise berechtigt. Deshalb mussten wir dann ein neues Visum „kaufen", nochmal 25€ weg...Mist.
Wenn man aus dem Flughafen raus ist, weiß man gleich wieder, dass man in einem Teil des Landes ist, in dem Fremde nicht oft gesehen werden: Sofort kommen wieder zahlreiche Leute auf dich zu, die dich fahren wollen oder einfach nur wissen wollen, wer du bist und woher du kommst. Der indonesische Alltag für „Bules" hat uns gleich wieder. Noch knapp eine Woche und es geht nach Hause...ich muss wirklich sagen: Ich freu mich richtig drauf!
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