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Tag 5 bis 6
Tag 5, von Brin-sur-Seille nach Vic-sur-Seille/Moyenvic
24 km
Strahlender Sonnenschein und Temperaturen die komplett zweistellig waren, dazu weniger Strecke und ein super B&B -ein fast perfekter Tag.
Tatsächlich ist Tag 5 generell beim Weitwandern einer der angenehmsten. All die Schmerzen der ersten Tage vom Muskelkater und schwerem Rucksack sind vorüber. Einzig mein rechter Zeh macht mir Sorgen. Ich hoffe, er bleibt mir noch eine Weile erhalten.
Der erste Teil der Strecke war easy zu gehen auf meist asphaltierten Wegen. Später ging es in den Wald, bei dem die Wegführung oft unklar war und umgestürzte Bäume für kleine Umwege sorgten.
Besonders beeindruckend waren heute die Blumen: Es war, als wäre man die ganze Zeit bei Toom in der Gartenabteilung: ganze Felder von Butterbumen, Männertreu, strauchiger Steinsame und Sternmieren.
Eine Unterkunft zu finden war heute schwer. Obwohl die Etappe in einem relativ grossem Ort (Vic sur Seille) endete, gab es dort keine einzige Unterkunft. Ich musste daher ein Dorf weiter ziehen (Moyenvic), aber leider gibt es hier weder Supermarkt nich ein Restaurant.
Aber ich habe Glück gehabt, meine Gastgeberin Sophie ist schrecklich nett ind kocht mir ein Abendbrot. Juhuh!
Bisher habe ich mich bzgl der Übernachungen täglich gesteigert.
Morgen wird tatsächlich der beste Tag sein: Ich habe ein Zimmer (50 Euro) in einzm Schloss mit Restaurant bekommen. Kann es kaum erwarten.
Noch zwei erwähnenswerte Infos:
1) die Ortsnamen weisen darauf hin, dass hier früher Salz aus Sole gewonnen wurde. Ich frage mich, aus welcher geologischen Formation und wieviel Lithium in den Solen vorliegt?
2)Vic-sur-Seille ist Geburtsort des barocken Malers George de La Tour. Im Dorf gibt es ein Museum über ihn, das ich aber nicht besuchte.
Tag 6, von Moyenvic nach Chateau Alteville
Ich bin in einem echten Schloss untergekommen!!! Es ist riesig, alt (500 Jahre) und verwinkelt, etwas abgeranzt von aussen,aber drinnen modern saniert und mit Antqitäten vollgestopft.
Daneben ein Teich, dahinter ein riesiger verwilderter Garten.
Sooo romantisch. Mein Zimmer ist winzig, aber mit Badewanne und heissem Wasser.
Um 17.30 wird man zum Aperitif geladen und um 19.30 zum Dinner.
Jetzt sitze ich im Schlossgarten mit einem leckeren Bier. Kühe und Vögel machen im Hintergrund Geräusche.
Das Wetter ist weiterhin perfekt und die Wanderung heute war zwar sehr viel auf Strasse, aber es ging entlang vieler Teiche und Vogelschutzgebiete und ich querte Marsal, ein Ort mit 229 Einwohnern, das geschichtlich grosse Bedeutung hatte, da es hier eine Saline gab, die viel Macht bedeutete und Streit verursachte. (Puh, das war ein langer Satz.) Daher hat Ludwig XIV hier eine ordentliche Befestigung errichten lassen, was noch immer am Salztor ersichtlich ist.
Achja und einen Storch hab ich hier auch gesehen.
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