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19.bis 22.4.2026
Tag 1, von Metz nach Pagny sur Moselle
36 km!
Und das am ersten Tag wandern mit Schnupfen.
Aber wie ich es auch drehte und wendete, es gibt hier einfach keine Unterkünfte.
Obwohl die Landschaft hier so schön und voller Geschichte und Kultur ist, ist der Hund hier begraben.
Selbst in Pagny fand ich nur ein Gästezimmer. Zum Abendessen gibt es nur das Kebabhaus -Hier versammeln sich auch die Frauen des Dorfes.
Aber der Reihe nach. Frühmorgens gegen 8.00 startete ich im noch schlafendem Metz, Reggaemusik begleitete mich ein Stück die Mosel entlang.
Der erste Höhepunkt des Tages war Scy-Chazelle. Hier hatte Robert Schumann, einer der Gründerväter Europas ein Haus und hier zog man sich zurück, um in Ruhe doe EU zu planen - oder so.
Der nächste Höhepunkt lies mein Geologenherz höher schlagen : La Pierre qui tourne (der Stein, der sich dreht), erwartete mich im märchenhaftem Wald.
Spektakulär. Kalkstein (wahrscheinlich Muschelkalk).
Bei km 20 begann ich mich auf Kaffee und Kuchen zu freuen, die, da war ich mir sicher, mich in Gorze erwarten würden. Doch nein , obwohl in Gorze ein Abtei aus dem 8.Jhd. steht, die noch Pipin der Kurze in Auftrag gegeben hatte und hier der gregorianische Gesang seinen Ursprung hat, gab es nicht mal einen Picknickplatz.
Gorze sieht so aus, wie sein Name klingt.
Von Gorze geht der GR5 wieder über Hügel nach Pagny, doch die Beine wurden schwer und ich kürzte die Strecke etwas, indem ich zur Mosel abstieg und diese bis Pagny wanderte. Das war der harte Teil.
Hier habe ich aber ein hübsches Zimmer, mit Badewanne im Raum und ein Klo, das man nur von aussen abschiessen kann.
Tag 2, von Pagny-sur-Moselle nach Pont a Mousson
Nach dem gestrigen Gewaltmarsch, war es heute nun deutlich entspannter. 23 km, 5, 5 h und das Wetter kühl und trocken. Leider werde ich die Erkältung immernoch nicht los und obendauf kommt der Muskelkater, der immer an Tag 2 und 3 am heftigsten ist.
Abgesehen davon, war es ein perfekter Tag. Viel Wald, Hügel und eine Ruine (Preny).
Nachdenklich wurde ich im Wald
Bois--le-Petre. Denn in diesem lieblichen, jungen Wald kamen 1915 14.000 französische und deutsche Soldaten ums Leben. Ein Mahnmal und ein Doldatenfriedhif, auf dem "nur" die 1500 unbekanntzb Gefallenen begraben liegen erinnern eindrucksvoll daran.
Ein anderes Schil informiert, wie der im Krieg um 2/3 zerstörte Wald wieder aufgeforstet wurde.
Jaum zu glauben, dass der 1. Wk nur knapp 100 Jahre her ist. Insbesondere, weil ich selbstvschon ein halbes Jahrhundert alt bin. Die Zeit vergeht so schnell und wir Menschen machen in kurzer Zeit soviel kaputt.
Tag 3, von Pont-a -Mousson nach Liverdun
36 km
Sonnig, wolkig, windig, sanfte Landschaften, lichte Wälder, leuchtendzme Rapsfelder. Alles in allem schön, aber unspektakulär.
Der Start war etwas holpig. Da meine Unterkunft 2,4 km off-Trail war, dachte ich, dass ich bis zum GR5 Einstieg den Bus nehmen könnte, der stündlich fahren sollte. Die Fahrpläne von Googlemaps und der Bushaltestelle stimmten auch überein. Was leider fehlte, war der Bus.
Irgendann,nach langer Wartezeit, beschloss ich also doch zu laufen und verlängerte die 33 km Tour um wenige km.
Ansonsten war es ein wundervoller Tag und meine Unterkunft in Liverdun ist allerliebst. Alles hier ist liebevoll gestaltet und ich hab einen eigenen Garten.
Hier könnte ich gut länger bleiben.
Einziges Problem:das Essen. Ich hab die Wahl zwischen dem Noma Supermarkt (18 Minuten zu Fuss) oder die Ortschaft mit Bäckerei und Take Away Pizza, 15 Minuten zu Fuss. Lange stand ich unentschlossen an der Wegkreuzung, habe mich dann aber doch für Liverdon entschieden. Ich war neuguerig auf die Altstadt an der Mosel.
Und wirklich - coole Lage in einer Moselschleife mit mittelalterlichem Tor und Stadtkern. Ansonsten ist hier aber der Hund begraben. Nicht ein einziges Restaurant gibt es. Schon komisch, dass es nicht touristisch besser erschlossen ist.
Tag 4, von Liverdun nach Brin sur Seille
29,5 km.
Dem rechtem Zeh geht es gar nicht gut. Zu oft habe ich ihn gedankenverloren an einen Stein gekickt. Ich denke, er wird blau und der Nagel geht irgenwann ab.
Trotzdem war die Wanderrung schön, wenn auch etwas eintönig. Felder, Wälder, Hügel, eiinsame Dörfer.
Wieder habe ich ein schnuckeliges B,&B gefunden. Bisher habe ich mich jeden Tag gesteigert.
Heute zum Abendessen ging es in die Metzgerei: überreifer Camenbert und Selleriesalat war das wenig befriedigende Ergebnis.
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