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Ja, leider ist das schon unser letzter Tag in Hongkong und es gäbe noch so viel zu sehen und zu erleben. Jetzt wo wir uns langsam auskennen, müssen wir weiter. Aber vielleicht war das ja nicht das letzte mal.
Gleich bei unserer Morgenzigarette haben wir schon das nächste Erlebnis der besonderen Art. Bisher hatten wir in HK lediglich 2 Hunde gesehen, und das waren wohl die besonders faulen Klosterhunde, schlafend oder tiefenentspannt, in der Sonne liegend. Das änderte sich heute morgen dann schlagartig. Eine junge Frau geht mit ihrem Hund (ein Cockerspaniel) vor dem Hotel spazieren und läßt ihn dort von der Leine.Zunächst fällt uns nur der merkwürdige Gang des Hundes auf, der sich bei genauerem Hinsehen als Passgang herausstellt. So etwas kannte ich bisher nur von Kamelen. Der Hund könnte damit ja fasst schon im Zirkus auftreten. Aber damit nicht genug. Nachdem Littering in HK mit 1500 HKD bestraft wird, sahen wir nun the Hongkong way of Gassigehen. Als der Hund sich anschickte, sein Geschäft zu verrichten riss die Frau eine Zeitung aus ihrer Tasche und ging mit ausgebreiteter Zeitung hinter/unter den Hund um das Geschäft einzufangen. Gleichzeitig hüpfte der und jedoch währenddessen immer ein paar Schritte weiter, sodaß sich uns ein recht lustiger Anblick bot. Nach getanem Geschäft wurde diesem Hund die Rosette mit einem Taschentuch abgewischt. dieser Vorgang wiederholte sich ein paar mal, bis sie den Hund wieder anleinte, und sogar das Pippi mit einer Flasche Wasser vom Bordstein spülte.Ja! So geht Gassi gehen mit dem Hund in Hongkong. Wenige Augenblicke später haben wir dann dieses Vorgehen nochmals von einem anderen Herrchen mit Hund gesehen (allerdings diesmal ohne das Schauspiel des Passganges).
Nach unseren anstrengenden Tagen der Vergangenheit sehnen wir uns jetzt schon auf unsere Liegen in Thailand und daher wollten wir es heute, an unserem letzten Tag in HK mal entspannt angehen. Wir besichtigten also erst mal die Street of Stars, eine Promenade direkt in Victoria Harbour. Dort sind, ähnlich wie in LA am Holywood Blvd. kleine Sterne für die diversen asiatischen Filmstars eingelassen. Wir haben aber keinen einzigen gekannt, sodaß dieser Touristenpunkt doch sehr enttäuschend war und uns aufgrund der exponierten Sonnenlage auch noch extrem schweißtreibend war.
Bei einer Rundfahrt im Victoria Harbour hatten wir dann neben dem genialen Anblick von HK auch Abkühlung bei einer angenehmen Brise.
HK besteht ja nicht nur aus Häuserschluchten und Hochhäusern, sondern verfügt über viele, manchmal größere oder auch kleinere, sehr schöne und gepflegte Grünanlagen und Parks, an Stellen, wo man sie nicht vermutet hätte. Heute wollten auch wir mal im Schatten, unter Bäumen sitzen und die Gegend genießen. So besuchten wir also den Hongkong Park, der neben kleinen Teichen, Wasserfällen, Schmetterlingen, Botanischen Gärten auch noch eine Vogliere beherbergte. Wir sind an dieser Stelle echt erstaunt,dass man in HK solche Einrichtungen immer völlig gratis besuchen kann. Zuhause würde man für so etwas ja grundsätzlich Eintritt verlangen, nicht so in HK. Neben solchen Orten wie dem Giant Buddha, dem Lin Po Kloster und Museen war auch die Vogliere völlig kostenlos zu besichtigen!
Jede Menge Vögel umschwirrten uns hier, die weitestgehend zutraulich waren und bereitwillig für Fotos posierten.
Nun hatten wir also den HK Berg bereits weit erklungen und waren somit um 15:00 Uhr bereits am Eingang zur Peak Tram um auf den Peak zu fahren. Diesmal war auch nur eine überschaubare Menge von Menschen anwesend, die typisch britisch, brav in einer Schlange auf die Auffahrt warteten. Überhaupt sind die Hongkonger Weltmeister (wahrscheinlich gleich nach den Briten) im Schlange stehen und kontrollierten Zutritt oder Einstieg in eine U-Bahn oer was auch immer. Trotz allem durften wir auch hier wieder 30 Minuten anstehen, bevor auch wir in den Genuß der kabelgezogenen Peak Tram kamen. Es geht wirklich extrem steil den Berg hoch, wobei es auf der Hälfte der Strecke einen 2-gleisigen Abschnitt gibt, an dem sich die nach oben fahrende Tram mit der nach unten gleitenden trifft. Auf dem Peak angekommen, hatten wir einen Zugspitzmäßigen Ort erwartet, der ein entsprechendes Panoramalokal mit Aussicht bieten würde, für die natürlich Geld verlangt wird. Hier nicht! Neben der Peak Tram gab es hier etliche Geschäfte und Malls sowie Speiselokale, die keine überteuerten Preise boten, sondern schöne Aussicht gepaart mit geschmackvollem Ambiente. Da es ja noch früh am Abend war, verkürzten wir die Wartezeit bis zur blauen Stunden (beste Aufnahmezeit für Fotos) mit einem angenehmen Abendessen auf der Terrasse eines Chinesisch/Japanischen Restaurants mit Ausblick über Hongkong Island bis auf die andere Seite des Meeres.
Neben einer kostenpflichtigen Aussichtsplattform (Preis: 0,20 EUR!) gab es auch eine kostenlose Aussichtsplattform. Bis kurz nach Einbruch der Dunkelheit hatten wir nun endlich Gelegenheit, diesen wirklich beeindruckenden Ausblick zu genießen und wieder unendlich viele Fotos zu schießen. Ein wunderbarer Tagesausklang!
Da uns trotz des entspannten Tages die Füße schon wieder gewaltig weh taten, und sich zu dieser Zeit wieder eine beachtliche Schlange an Menschen für die Rückfahrt vom Peak hinunter nach HK gebildet hatte, waren wir von weiteren 30-60 Minuten anstehen nicht wirklich begeistert. Da man den Peak auch mit dem PKW erreichen kann, haben wir uns dort ein Taxi angehalten. Der Fahrer nannte uns einen Preis von 200 HKD (weil ja Rushhour ist) und wohlwissend, dass er uns gerade flott über´s Ohr haut (weil er ohne Taxameter fährt) haben wir uns diesen Luxus geleistet und auf die Schlange an der Peak Tram verzichtet. Soll er sich mit den umgerechnet 20 EUR doch gerne einen netten Abend mit seiner Frau machen oder was auch immer. Hauptsache wir müssen nicht mehr anstehen. :-)
Schließlich sind wir dann auf dem Heimweg noch über den Nightmarket gewandert und haben das eine oder andere Souvenir gekauft und waren dann zu der für uns ungewöhnlich frühen Sunde im Hotel zurück. Da blieb dann auch noch Zeit für´s Kofferpacken, denn morgen müssen wir ja schon um 5:00 Uhr aufstehen, um unsere nächsten Etappe der Reise anzutreten.
Auf geht´s nach Thailand! Dort wartet unser Schaukelstuhl, in den wir uns setzen. Und ab nächster Woche wollen wir dann mal ganz langsam anfangen zu schaukeln
Ciao Hongkong! Es war wunderschön bei dir und wir haben noch lange nicht alles gesehen! Da können wir noch viele Tage verbringen.
Die Nilpferde
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