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Hallo meine Lieben,
ich konnte mich leider ein paar Tage nicht melden, denn ich hatte kein Internet zur Verfügung.
Die Familie (und ich) hatten mit Hilfe von vielen Freunden bereits die ganze Woche über Kisten gepackt, Sachen aussortiert, geputzt und versucht das Haus leer zu kriegen. Donnerstag wusste ich dann auch halbwegs all die Namen zu den ganzen Gesichtern und ein paar Details. Die Familie Bartlett hat eine ganz schöne Menge gute Freunde.
Donnerstagabend war noch ihr jüngster Sohn(21) mit Frau und eine Freundin aus der Gemeinde da, sodass wir alle gemeinsam ein paar Runden Skip-bo gespielt haben. Marissa hatte noch eine Freundin da, mit der ich mich auf Anhieb super verstanden hatte. Wir saßen in Marissa's Zimmer und haben die Kamera vom Iphone zum glühen gebracht, indem wir alle möglichen Extras ausprobierten, das Beste war die Alterungs-app, sprich du machst ein Foto und das Programm lässt einen dann älter aussehen :D Ich kam dann leider erst ziemlich spät ins Bett, das war der Abend aber wert J
Am nächsten Morgen hörte ich bereits um 6!!! Uhr morgens, wie oben bereits mit dem Umzug begonnen wurde. Gegen 9 Uhr habe ich mich dann aus meinem Bett rausgequält und war etwas geschockt, wie viele Menschen da oben bereits am Werkeln sind. Ich hatte mich mit meinem Frühstück wieder in mein Zimmer zurückgezogen um mich von dem Schock etwas zu erholen. Als ich wieder heraus kam, waren die meisten schon verschwunden. Ich half die restlichen Sachen noch in Kisten zu packen. Gegen 13 Uhr war dann auch der Truck da. Ich packte hier und da mit an und war froh das ich ein bisschen beschäftig bin, doch dann kam eine ziemlich überraschende Aufgabe auf mich zu. Ich wurde gefragt ob ich nicht das Essen aus dem Keller in den Truck hochtragen könne. Ich dachte mir, ist ja kein Problem, doch dann sah ich das Essen, oder eher die Menge. Ein Jahresvorrat an Lebensmitteln für eine 6 Köpfige Familie!!!! Alles fein säuberlich in Konserven gepackt. Mir wurde erklärt dass die Kirche lehrt, man soll für schlechte Zeiten ein Jahr lang überleben können. Und bei einer 6-köpfigen Familie ist das eben ziemlich viel. So schleppte ich also 2 Stunden lang Konserven aus dem Heizungskeller über die Treppe hinauf, über die Veranda wieder 3 stufen runter in den Truck hinein. Danach war ich ziemlich entnervt weil die Dosen teilweiße echt schwer waren. Ich beschloss mich wieder in mein Zimmer zurück zu ziehen weil ich müde war, Kopfschmerzen hatte und mein Englisch dementsprechend war. Ich hatte die Hoffnung dass der restliche Tag schnell vorbei gehen würde.
Doch dann kamen die 3 M's: Marissa, Mandy und Madi. Die 3 hatten Schule gehabt und sind erst um 17 Uhr wieder zurück gewesen. Und die 3 brachten ordentlich Stimmung in die Bude :D
Ich hatte euch ja schon von diesen Spinnenfallen erzählt, Marissa hatte sich einen Stock genommen, vorne dran die Falle und hat die allen möglichen Leuten vor die Augen gehalten. Mich hatte es gerade erwischt als ich mit Bryan(???) (er wird wohl so 13-15 gewesen sein) und seiner nervigen kleinen Schwester (7-9?) Tischkicker gespielt hatten. Ich habe die Deutschen souverän vertreten und am Ende 15:6 gewonnen J
Bryan war so ein typischer High-School-Mädchenschwarm mit Justin Bieber Frisur, Basketball Shorts, einen Surfer Oberteil und natürlich einer Cappy. Wir machten uns einen Spaß draus ihm diese wegzunehmen…
Die letzten 3 Stunden mit den Mädels waren echt super lustig gewesen. Gegen 20 Uhr war dann endlich alles geschafft. Dann hieß es Abschied nehmen, was etwas traurig war, da ich gerade Bekanntschaften in meinem Alter geschlossen hatte. Doch wir werden sie nächste Woche wieder sehen hieß es J
Wir hatten noch 2 Stunden Fahrt vor uns. Mein englisch war inzwischen schrecklich und ich verstand kaum noch ein Wort weil ich einfach so müde und erschöpft war. Als wir um 23 Uhr endlich ankamen (1 Stunde ging mit Abschied, tanken etc. verloren) dachte ich, wir können uns jetzt endlich schlafen legen, doch da lag ich völlig falsch. Wir mussten -warum auch immer- noch den einen Truck ausladen, sprich nochmal 1,5 Stunden Arbeit bei Eiseskälte. Um 2 Uhr konnte ich dann endlich erschöpft auf meine Matratze fallen, mehr war noch nicht vorhanden.
Der nächste Morgen ging es dann -wer hätte es gedacht- mit ausladen weiter. Es waren wieder teils alte teils für mich neue Freunde da, und noch mehr kleine Kinder L Meine Abneigung gegen Kids unter 12 ist ja allgemein bekannt, aber die waren gerade mal 2-7 Jahre alt, schlimmer geht es kaum. Und zu meinem Glück wurde ich nach ner Zeit dazu beauftragt auf den kleinsten aufzupassen. Also bin ich dem 2-jährigen Kind das alles gefährliche super spannend fand 2 Stunden lang hinterhergerannt. Als es dann hieß es muss Essen geholt werden war ich sofort dabei, Hauptsache das Kind loskriegen.
Irgendwann war aber auch dieser Tag endlich geschafft und ich war froh, dass der Umzug zum Großteil geschafft ist.
Etwas komisch ist, die Familie hatte vorher ein Haus, groß genug für alle 5 Personen. Sie sind jetzt nur noch 3 Personen und haben ab und zu Gueststudents da. Trotzdem ist das neue Haus viel größer als das alte. Ich weiß gar nicht wofür die das alles nutzen wollen, trotzdem fand ich das alte Haus von der Aufteilung her etwas schöner ;) Ich füge euch noch ein paar Skizzen von den Häusern hinzu J Etwas glück hatte ich mit meinem Zimmer schon, es ist auf der Südseite gelegen, sprich den ganzen Tag Sonne und schön warm J Was auch sau cool ist, die haben ein Kinoraum, bestehend aus einer riesigen Leinwand, bestimmt 3 Meter breit, einen HD-Beamer und zwei riesigen bequemen Sitzsäcken J
Ich kann meine ganzen Erlebnisse vom Umzug noch gar nicht richtig Zusammenfassen, aber es ist definitiv ganz anders als die Deutschen Umzüge, einfach viel mehr Sachen und ganz andere Angehens weißen , allein deshalb schon, weil die Möbel grundsätzlich zum Haus gehören und nicht den Bewohnern.
Das war es erstmal alles über den Umzug, über die Erlebnisse in der Kirche, schreibe ich euch einen neuen Blog J
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