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Zurueck zu den Anfaengen unserer Reise, zurueck zum bevoelkertsten und bekanntesten Strand Australiens, dem wunderschoenen Bondi Beach.
Silvesterabend wurde selbstverstaendlich gearbeitet, gab es doch immerhin doppelten Lohn fuer die Schicht. Getrieben von Geldgier standen Jonas und ich also um 23.30 Uhr in Arbeitsklamotten im Restaurant und servierten Hunderten von Gaesten, die auf ueberteuerten Plaetzen sassen, ueberteuertes Essen und schenkten ueberteuerten Sekt aus.
Doch trotz ausdruecklicher Warnung unserer Managers an die komplette Belegschaft, dass fuer uns Alkohol waehrend der Arbeitszeit strikt untersagt sei, standen wir (Gaeste+Belegschaft) um genau 0.00 Uhr vor den Panoramafenstern unseres Restaurants im zweiten Stock und genossen bei Sekt, Bier und Wein alle gemeinsam die wunderschoene Sicht auf das Sydney Opera House und die Harbour Bridge.
Und waehrend draussen Millionen von Menschen von diesem millionenteuren Feuerwerk illuminiert wurden, wie sie ihre Haelse und Kameras in den Nachthimmel reckten, umarmte sich im Inneren des Waterfront Restaurants alles und jeder, es wurde gelacht, gefeiert, getrunken und danach recht angeheitert versucht, noch 3 Stunden halbwegs annehmbare Arbeit abzuleisten.
Der letzte Punkt schlug grandios fehl, betrunken wie wir alle waren, wurde mehr halbherzig die Zeit abgesessen, bis die Manager auch endlich keine Lust mehr hatten.
Danach setzte man sich noch zusammen nach draussen, das Restaurant stiftete noch mehr Getraenke und lustige Partyhuete und es wurde Neujahr zelebriert bis in die fruehen Morgenstunden.
Um 6 Uhr morgens fielen Jonas und ich, ob unserer stark zurueckgegangenen Alkoholakzeptanzschwelle, recht angeheitert ins Bett, nur um um 9 Uhr morgens wieder zu einer Doppelschicht geweckt zu werden.
Aber diese unsere vorletzte Schicht ging genau wie die darauffolgende zu Ende und endlich kam der Moment, den wir so lange herbeigesehnt hatten:
Der Beginn unserer Arbeitslosigkeit.
Die letzte Woche hier in Sydney gestaltete sich dementsprechend mit lange schlafen und wenig tun.
Ab und zu bequemten wir uns, etwas Geld fuer Klamotten, Energydrinks, Internetcafe und Lasertag (Ganz recht: LASERTAG, bedenklicher und realistischer als Killerspiele) auszugeben.
So verging die letzte Woche doch recht schnell und angenehm, es wurde geplant, dass wir mit Dennis (fuer alle, die es nicht wissen, er ist ein geschaetzter alter Schulkamerad und auch auf Australienrundreise) fuer eine Weile rumreisen wollen. Losgehen soll das Ganze irgendwann naechste Woche, bis dahin muessen wir uns noch mit etlichen Gebrauchtwagen herumschlagen, bis wir hoffentlich das eine Auto finden, welches uns zuverlaessig und mit schallenden Boxen durch das Land traegt.
Doch heute stand erstmal das naechste Highlight an, der Umzug aus unserem hoellenaehnlichen Appartment in ein wunderschoenes, wenn auch recht teures Hostel am Strand. Ein fairer Tausch wie wir finden, zumal wir unser Stamminternetcafe wiederhaben und heute von dem Besitzer gleich mit Handschlag, Vornamen und den Worten: 'Welcome back' begruesst worden.
Wir fuehlten uns wie der verlorene Sohn, der endlich heimgekehrt ist.
Selbstverstaendlich haben wir unsere Drohung wahrgemacht und unserer allerliebsten Zimmergenossin noch einige Andenken hinterlassen. Naeheres wird hier nicht erleutert, da wir nicht wissen, wie hoch eure Ekelschwelle ist.
Amuesant ist es allemal fuer uns.
Morgen wird erstmal das hoffentlich schoene Wetter ausgenutzt und der Strand vor der Tuer zurueckerobert, wie sich das gehoert.
Soweit erstmal von der Front, schoene Gruesse an alle und bis die Tage
Jonas und Benny
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