Profile
Blog
Photos
Videos
Meine Weiterreise führte mich in ein anderes Land. Ich wollte in zwei Tagen von der thailändischen Grenze via den Mekong nach Luang Prabang reisen. Ich wurde am Morgen von einem Bus in meinem Guesthouse abgeholt. Das ist ein kleines Abenteuer für sich. Es gibt unzählige Agenturen, bei denen man sich ein Ticket organisieren kann. Das Billett ist ein handgeschriebener Fötzel. Das heisst, die Agenturen überprüfen nicht ob noch Plätze verfügbar sind. Der Bus war natürlich auch voll, aber zum Glück nicht überfüllt.
Die Strecke in den Norden nach Chiang Kon war super! Wir sahen abwechslungsreiche Landschaften und hatten auch noch Zeit, den „White Temple" anzuschauen. Man kann es jedoch kaum in Worte fassen was man da zu sehen bekommt! Der Tempel hat eine gewaltige Anziehungskraft und lässt einem nur noch so staunen! Das Wetter dazu war perfekt: ein Gewitter ist aufgezogen und so war der Kontrast vom dunklen Himmel zum hellen Tempel noch stärker.
Am nächsten Tag wurde ich im Hotel abgeholt. Die Grenzüberquerung ist abenteuerlich. Zuerst muss man in Thailand offiziell ausreisen. Vor der laotischen Grenze kommt ein wildfremder Mann, fordert den Pass und 35 Dollar ein, verschwindet dann in einem Büro indem bereits weitere geschätzte 100 Pässe liegen. Da bleibt einem wirklich nur noch die Hoffnung! Nach etwa 15 Minuten rufen die dann die Namen aus (was sich als sehr schwierig herausstellt da sie natürlich nur laotisch sprechen) und man kann den Pass abholen. Zum Glück ist der Schweizer Pass knallrot, so dass man ihn sofort erkennen kann.
Die zwei Tage auf dem Mekong waren super! Wir waren insgesamt 7 Passagiere plus die Crew. Es war ein Paar aus Holland dabei, drei Frauen aus Tasmanien, eine Deutsche und ich. Es ist sehr interessant zu sehen, wie viel man in zwei Tagen austauschen kann und wie vertraut man sich plötzlich mit den Leuten fühlt. Wie gesagt, die Landschaft war traumhaft! Wir haben auch einiges über die Kultur der Laoten mitbekommen. Zwei Mal hatten wir die Möglichkeit, ein laotisches Dorf zu besuchen. Natürlich war das total in der Pampa und nur per Boot erreichbar. Wir konnten uns im ganzen Dorf frei bewegen (wobei uns die Kinder, die Sachen verkaufen wollten, „im Weg standen"). Wir haben auch die Schule gesehen und die Lehrerin kennen gelernt. Die armen Schüler mussten doch tatsächlich Algebra lernen. Ich frage mich wirklich wozu das gut sein sollte. Eine Chance auf Weiterbildung haben die Kinder so gut wie gar keine.
Am zweiten Tag unserer Bootstour haben wir dann gegen Abend Luang Prabang erreicht. Ich war sehr gespannt auf diese Stadt! Ich hatte nur Gutes gehört und freute mich, dort angekommen zu sein.
- comments


