Nitin
Ich weiss nicht, ob es sinnvoll ist, den Begriff der Kreativit t, den K nstelr als Subjektivit tsg tzen und die Krise als ultimative Ma nahme zur Umverteilung des ffentlichen Verm gens in Privates in einen Kausalit ts- oder gar Prozessgedanken zu vermengen. Prinzipiell mag ich es sehr gerne, wenn jemand seine Lekt re und seine Beobachtungen in Form eines Tagebuchs aneinanderreiht. Wenn es aber um einen Text geht, der sich vornimmt, den amerikanischen Glauben an die Kraft des selbstbestimmten Unternehmers, die Exhumierung des Klassengedankens qua verschwurbeltem Kreativit tsbegriff und nebenbei noch allerlei sozialromantische Enteignungstheorien ineines zu setzen, dann schleichen sich so Dinge ein:[...] wenn man sich die New Economy ansieht: der Wert im Web wird eigentlich von allen geschaffen, die dort schreiben, Bilder und Videos posten, Remixes und Mash-ups machen; der Mehrwert, also Profit wird nur von wenigen abgesch pft. Die gesamtgesellschaftliche “Abpressung” des Profits erfolgt durch jene Hebel, die dem Kapitalismus noch bleiben, allen voran die Miete. Jeder muss Miete zahlen. Und K nstelr tragen durch ihr schieres Dasein oft dazu bei, die Immobilienpreise in einem Viertel steigen zu lassen.Die New Economy starb 2001. Da gab es noch nicht mal den Gedanken an XYZ 2.0.Die Wertediskussion im Web ist zurzeit noch verk rzt in den Medien in Form von Preis- und Abomodellen. In welcher Form das Web zur Existenzerhaltung beitr gt (nichts anderes definiert intensional den Begriff Wert) beginnt sich erst jetzt zu formulieren, wo die bisher stillen Stimmen der asiatischen und arabischen Kulturen anfangen, ihre Vorstellungen vom Web zu formulieren. Es erscheint etwas sehr kurz gesprungen, wenn man glaubt, der Begriff global sei mit London, Kalifornien, Z rich und Amsterdam ausreichend umschrieben. Angesichts der Ablsoventenzahlen in China und Indien w re es sinnvoll, diesen ewiggestrigen Fokus auf diese untergehenden Zivilisationskulminationspunkte um andere Teile der Welt zu erweitern. Das ist immanent im Web, da es eben EINE Struktur ist, die potenziell alle verbindet oder eben trennt. Und ja, es ist so, dass Profit abgepresst wird. Genauso wie Armin Medosch aus allen B chern, die er liest seine Ideen abpresst um dann daraus seine Artikel oder Kunstinstallationen zu produzieren, genauso berlegen sich auch andere Menschen mit anderen Gesch ftsmodellen, ihren Reibach zu machen.Es ist etwas naiv, zu glauben, dass man im Steinhaus mit B chern besser wirft als mit Steinen.
Nitin Ich weiss nicht, ob es sinnvoll ist, den Begriff der Kreativit t, den K nstelr als Subjektivit tsg tzen und die Krise als ultimative Ma nahme zur Umverteilung des ffentlichen Verm gens in Privates in einen Kausalit ts- oder gar Prozessgedanken zu vermengen. Prinzipiell mag ich es sehr gerne, wenn jemand seine Lekt re und seine Beobachtungen in Form eines Tagebuchs aneinanderreiht. Wenn es aber um einen Text geht, der sich vornimmt, den amerikanischen Glauben an die Kraft des selbstbestimmten Unternehmers, die Exhumierung des Klassengedankens qua verschwurbeltem Kreativit tsbegriff und nebenbei noch allerlei sozialromantische Enteignungstheorien ineines zu setzen, dann schleichen sich so Dinge ein:[...] wenn man sich die New Economy ansieht: der Wert im Web wird eigentlich von allen geschaffen, die dort schreiben, Bilder und Videos posten, Remixes und Mash-ups machen; der Mehrwert, also Profit wird nur von wenigen abgesch pft. Die gesamtgesellschaftliche “Abpressung” des Profits erfolgt durch jene Hebel, die dem Kapitalismus noch bleiben, allen voran die Miete. Jeder muss Miete zahlen. Und K nstelr tragen durch ihr schieres Dasein oft dazu bei, die Immobilienpreise in einem Viertel steigen zu lassen.Die New Economy starb 2001. Da gab es noch nicht mal den Gedanken an XYZ 2.0.Die Wertediskussion im Web ist zurzeit noch verk rzt in den Medien in Form von Preis- und Abomodellen. In welcher Form das Web zur Existenzerhaltung beitr gt (nichts anderes definiert intensional den Begriff Wert) beginnt sich erst jetzt zu formulieren, wo die bisher stillen Stimmen der asiatischen und arabischen Kulturen anfangen, ihre Vorstellungen vom Web zu formulieren. Es erscheint etwas sehr kurz gesprungen, wenn man glaubt, der Begriff global sei mit London, Kalifornien, Z rich und Amsterdam ausreichend umschrieben. Angesichts der Ablsoventenzahlen in China und Indien w re es sinnvoll, diesen ewiggestrigen Fokus auf diese untergehenden Zivilisationskulminationspunkte um andere Teile der Welt zu erweitern. Das ist immanent im Web, da es eben EINE Struktur ist, die potenziell alle verbindet oder eben trennt. Und ja, es ist so, dass Profit abgepresst wird. Genauso wie Armin Medosch aus allen B chern, die er liest seine Ideen abpresst um dann daraus seine Artikel oder Kunstinstallationen zu produzieren, genauso berlegen sich auch andere Menschen mit anderen Gesch ftsmodellen, ihren Reibach zu machen.Es ist etwas naiv, zu glauben, dass man im Steinhaus mit B chern besser wirft als mit Steinen.