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Der erste Monat ist rum und es wird Zeit für meinen zweiten Blogeintrag... Als ich euch das letzte Mal geschrieben habe bin ich ja gerade in Balangan angekommen. Dort habe ich auf jedenfall 10 super Tage verbracht. Da in dem Camp keine anderen Gäste waren außer Roman und mir waren es 10 sehr ruhige Tage. Aber da Roman nach 4 Tagen eine neue Beschäftigung hatte... (seine Freundin aus der Schweiz ist angekommen
) war ich mehr oder weniger die meiste Zeit alleine. Aber ich habe die restlichen Tage einfach nach dem Motto "EAT SLEEP SURF" verbracht und so hatte ich eine wirklich gute Zeit in Balangan mit guten Wellen.
Nach den 10 Tagen ging es dann weiter in das "Paradies Surfcamp" nach Sumatra. Auf den Namen des Camps werde ich nocheinmal später zurück kommen. Ich habe also alle meine Sachen in das Surfbag zu den beiden Surfbrettern geworfen und los gings zum Flughafen. Laut Garuda Airlines durfte ich 12 KG an Gepäck aufgeben. Ich dachte mir schon, dass das knapp wird . Naja was solls einfach mal probieren dachte ich mir.
Am Flughafen kam dann das Böseerwachen mit 8,5 Kg zu viel. Innerlich begann ich mich schon von unwichtigen Dingen wie Büchern und Unterhosen zu verabschieben
. Umso mehr überrascht war ich als mich die Dame am Schalter dann fragte ob das alles sei und ob es noch ok für mich wäre 3,40€ für die Flughafensteuer zu bezahlen. Scheiße ich liebe Indonesien.
Mit dem Flugzeug ging es also dann von Bali über Jakarta nach Bandar Lampung auf Sumatra. Dort erwartete mich der kleinste Flughafen an dem ich je war! Nachdem mir mein Gepäck direkt aus dem Gepäckraum gegeben wurde (es war ein ganz normaler großer Passagierflieger) , ging es also zu Fuss quer über die Landebahn zur "Ankunftshalle".
Dort wurde ich auch direkt von meinem Fahrer vom Surfcamp aufgegabelt und ich hatte eine 6 stündige Autofahrt durch den Dschungel Sumatras vor mir. Es mussten nur noch kurz die Autos die uns zugeparkt hatten weggeschoben werden und los gings.
Diese Autofahrt werde ich ganz bestimmt mein ganzes Leben nicht vergessen. Als erstes entschudligte sich der Fahrer bei mir und fragte ob es in Ordnung sei wenn wir ohne Klimaanlage fahren würden weil er so müde sei und sonst einschlafen würde. Hmm es hatte ungefähr geschätze 40grad und eine Luftfeuchtigkeit von 100% in dem Auto. Aber ich dachte mir es sei wohl besser einen Hitzschlag zu bekommen als dass mir der Fahrer irgendwo im Dschungel Sumatras einpennt und wir den Tigern und Elfeanten näher kommen als mir Lieb sei. Also ging die Fahrt Richtung PARADIES Surfcamp in meiner fahrenden Sauna mit einem völlig übermüdeteten Fahrer los. Ich bin wirklich schon mit Leuten gefahren die schnell und vielleicht auch manchmal zu schnell gefahren sind aber der Typ hat definitiv den Vogel abgeschossen. Ich weiß nicht mehr wieviel Situationen wir hatten in denen ich uns schon im Straßengraben gesehen habe aber es waren auf jedenfall einige... Da er kein Englisch konnte habe ich ihm dann mit Händen und Füssen dazu gebracht eine Pause zu machen und ihn auf einen Kaffee eingelanden. (Definitiv einer der wichtigsten Investitionen auf diesem Trip bisher
) Danach ging die Fahrt dann auch etwas ruhiger weiter und ich hatte nach gefühlten 1000 Stunden das Surfcamp erreicht. Wenn ein Ort auf dieser Welt seinen Namen nicht verdient hat, dann ist es das PARADIES Surfcamp auf Sumatra
.
Spätesten jetzt wusste ich, dass ich hier sicher nicht die nächsten 3 Wochen verbringen möchte^^. Das einzige Problem war nur, dass der nächste größere Ort 4 Stunden entfernt war. Naja dann eben das Beste drauß machen dachte ich mir. Also habe ich mir ein Roller mit Boardhalterung gemietet und bin einfach mal auf Erkudungstour gegangen. Richtig weit bin ich nicht gekomnmen den direkt im ersten Dorf wurde ich von einer Schaar kleiner Kinder angehalten die wohl in ihrem Leben noch nie einen Europäer gesehen haben. Um ehrlich zu sein war das eines meiner besten Erlebnise bisher auf meiner Reise. Die Menschen auf Sumatra waren alle jedesmal begeißtert wenn sie mich auf dem Roller sahen und ich wurde immer sofort in ein Gespräch verwickelt , dass mit Hilfe von Händen und Füssen sogar überraschend gut funktionierte. Ich musste auch bestimmt mit halb Krui (der Ort des Dorfes) ein Foto machen. Leider war das "Surfcamp" eben nichtmal annähnernd so wie im Internet beschrieben und ich hatte daher keinen Plan wo und zu welcher Zeit ich surfen gehen konnte. Die Wellen waren wie gemahlt aber das Problem war, dass ich weit und breit der einzige Surfer war und es einfach zu gefährlich ist an einen unbekannten Spot auch noch ganz alleine surfen zu gehen. Als ich zurück ins "Camp" gekommen bin habe ich einen Engländer getroffen der mir erklärte, dass absolute Nebensaison sei und die Internetseite des Camps ein Fake sei.
Naja deshalb habe ich mich relativ schnell dazu entschlossen wieder zurück nach Bali zu gehen. Hab mich hier nun für die nächsten Wochen in einem Homestay eingemietet und einen Roller gemietet. Ich bin direkt um die Ecke vom Surfcamp wo ich meine Reise begonnen habe und somit kenne ich viele Leute hier und die Surfspots kenne ich auch alle ziemlich gut. Werde hier nun bis zum 1.Dezember bleiben und dann nach Lombok weiterziehen. Ich hoffe das wird dann ein bisschen entspannter als mein 3 Tagestrip nach Sumatra
.
Ich hoffe euch geht es allen gut und meine Blogeinträge versüßen euch ein wenig euren Altag :)
Liebe Grüße euer Lauritz
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